Etwa im Alter von 12 Jahren passiert etwas Entscheidendes im Körper eines Mädchens: Sie wird zur Frau. Erkennbar wird diese körperliche Entwicklung daran, dass das Mädchen seine erste Monatsblutung, die so genannte Menarche, bekommt. Diese erste Blutung ist ein Zeichen der beginnenden Geschlechtsreife und Fortpflanzungsfähigkeit. Von diesem Zeitpunkt an läuft im Körper der Frau in regelmäßigen Zyklen ein Wechselspiel verschiedener Hormone ab. Dieses wird als der weibliche Zyklus bezeichnet. Dabei beginnt der Zyklus mit dem ersten Tag der Menstruation. Die Menstruation dauert im Schnitt zwischen drei und fünf Tagen und wiederholt sich in regelmäßiger Folge. Ein Zyklus dauert vom ersten Tag der Menstruation bis zum ersten Tag der nächsten Menstruation – das sind bei der Mehrheit der Frauen 28 Tage. Am Anfang des Zyklus’ reift in einem der beiden Eierstöcke eine Eizelle heran. Diese ist von einem Eibläschen, dem so genannten Follikel, umhüllt. Gleichzeitig verdickt sich die Gebärmutterschleimhaut – und bereitet sich so auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Bis zur Zyklusmitte wächst der Follikel bis auf eine Größe von rund 22 Millimetern an. Dann platzt das Eibläschen auf und setzt die Eizelle frei, welche in den Eileiter wandert. Vom Moment des Eisprungs an bleiben etwa zwölf Stunden zur Befruchtung der Eizelle. Danach stirbt die Eizelle ab. Da Samenzellen jedoch bis zu 72 Stunden im Gebärmutterhalskanal überleben können, kann Geschlechtsverkehr auch schon drei Tage vor dem Eisprung zu einer Schwangerschaft führen, wenn nicht verhütet wird. Erfolgt eine Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium, so nistet sich etwa sechs Tage später ein Embryo in der Gebärmutter ein. Kam es nicht zu einer Befruchtung, kommt es zu einer Minderung des Gelbkörperhormons im Körper. Die Folge: Die Gebärmutterschleimhaut bildet sich zurück, Kontraktionen in der Gebärmutterwand sorgen dafür, dass es zur Blutung kommt. Dabei verliert eine Frau bei jeder Monatsblutung etwa 150 Milliliter Blut, welches aus dem Blut der Gebärmutter und Teilen der Gebärmutterschleimhaut besteht.